Durch Fehleinschätzung der Landräte Reuter (OHA) und Manke (GS) Gefährdung der Anerkennung des Oberharzer Wasserregals als Weltkulturerbe
Aus dem Umfeld des
zuständigen UNESCO-Gremium wurden Bedenken geäußert, das
Oberharzer Wasserregal ergänzend zum Rammelsberg und zur Altstadt
Goslar als Weltkulturerbe anzuerkennen. Wesentlicher Grund für diese
Auffassung ist das Fehlen einer einheitlichen Zuständigkeit und
Organisation.
In der Harzer Erklärung
hatten die SPD-Hauptverwaltungsbeamten mit Unterstützung der
Landtagsabgeordneten Emmerich-Kopatsch die Anerkennung des Oberharzer
Wasserregals als Weltkulturerbe und die Schaffung eines musealen
Verbundes im niedersächsischen Harz gefordert. Es wurde die
Erweiterung des bestehenden Weltkulturerbes Rammelsberg und Goslarer
Altstadt bei der UNESCO beantragt ohne Beteiligung der Stadt Goslar
als Träger dieses bereits anerkannten Weltkulturerbes. Jetzt ist
klar, dass entgegen Vorgehen und markigen Erklärungen der Landräte
Manke und Reuter der Ergänzungsantrag zum Weltkulturerbe nur mit der
Stadt Goslar möglich ist
Die Stadt Goslar hat sich
bisher wegen der völlig unklaren Verhältnisse bei Finanzierung,
Personalia und Beteiligung der Goslarer Gremien diesem Antrag nicht
angeschlossen. Landrat Manke hat deswegen die Gründung einer zweiten
Stiftung neben der bestehenden Goslarer Stiftung zur Einrichtung des
musealen Verbundes zur Anerkennung des Oberharzer Wasseregales als
Ergänzung zum bestehenden Weltkulturerbe betrieben. Damit wäre eine
Spaltung der Zuständigkeiten für das Weltkulturerbe
festgeschrieben, das eine Anerkennung der Ergänzung ausgeschlossen
hätte.
Dies haben die
CDU-Fraktionen im Kreistag und im Rat der Stadt Goslar verhindert.
Sie haben in Kenntnis der Rechtslage immer die Schaffung nur einer
Stiftung unter Einbeziehung der Stadt Goslar gefordert. Sie lehnen
Herrn Professor Roseneck als anerkannten Fachmann in wichtiger
Funktion in der neuen Organisation nicht grundsätzlich ab. Aber die
Person Professor Roseneck darf nach den auch gerichtlich inzwischen
erwiesenen Verfehlungen im Rammelsbergmuseum nicht verhindern, dass
der museale Verbund im Westharz zustande kommt, das Oberharzer
Wasserregal ergänzend als Weltkulturerbe anerkannt wird und damit
die Museen insbesondere das Oberharzer Bergwerksmuseum erhalten
werden.
In einem hektisch
vorbereitem Entwurf einer Vereinbarung zum gemeinsamen Management des
Weltkulturerbes , die am 21.06.2010 quasi ohne richtige
Beratungsmöglichkeit der Fraktionen im Kreistag verabschiedet werden
muss, um überhaupt noch eine Chance für die Anerkennung des
Oberharzer Wasserregals als Weltkulturerbes zu erhalten, sind zwar
die Harzwasserwerke und die Stiftung Braunschweiger Kulturbesitz im
Lenkungsgremium vertreten, die Rammelsberg Museums GmbH als Betreiber
des wichtigsten Bestandteils des Weltkulturerbes bleibt aber außen
vor. Die CDU-Gremien fordern daher deren Beteiligung im
Lenkungsgremium.
Die
Hauptverwaltungsbeamten des Westharzes, allesamt der SPD angehörig,
haben mit ihren groben Fehleinschätzung der rechtlichen Verhältnisse
die wichtige Entwicklung der Weltkulturerbelandschaft Harz, den
musealen Verbund und damit die Existenz wichtiger Einrichtungen wie
das Oberharzer Bergwerksmuseum gefährdet.
Die CDU-Fraktion in
Landkreis und Stadt Goslar werden sich keiner Zustimmung verweigern,
die diese Defizite der zurückliegenden Jahre zum Wohle der
gewünschten Entwicklung im Harz bereinigen.
aktualisiert von Redaktion, 23.06.2010, 09:27 Uhr |