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22.06.2010, 23:26 Uhr | Übersicht | Drucken
Durch Fehleinschätzung der Landräte Reuter (OHA) und Manke (GS) Gefährdung der Anerkennung des Oberharzer Wasserregals als Weltkulturerbe

Aus dem Umfeld des zuständigen UNESCO-Gremium wurden Bedenken geäußert, das Oberharzer Wasserregal ergänzend zum Rammelsberg und zur Altstadt Goslar als Weltkulturerbe anzuerkennen. Wesentlicher Grund für diese Auffassung ist das Fehlen einer einheitlichen Zuständigkeit und Organisation.

 


In der Harzer Erklärung hatten die SPD-Hauptverwaltungsbeamten mit Unterstützung der Landtagsabgeordneten Emmerich-Kopatsch die Anerkennung des Oberharzer Wasserregals als Weltkulturerbe und die Schaffung eines musealen Verbundes im niedersächsischen Harz gefordert. Es wurde die Erweiterung des bestehenden Weltkulturerbes Rammelsberg und Goslarer Altstadt bei der UNESCO beantragt ohne Beteiligung der Stadt Goslar als Träger dieses bereits anerkannten Weltkulturerbes. Jetzt ist klar, dass entgegen Vorgehen und markigen Erklärungen der Landräte Manke und Reuter der Ergänzungsantrag zum Weltkulturerbe nur mit der Stadt Goslar möglich ist

Die Stadt Goslar hat sich bisher wegen der völlig unklaren Verhältnisse bei Finanzierung, Personalia und Beteiligung der Goslarer Gremien diesem Antrag nicht angeschlossen. Landrat Manke hat deswegen die Gründung einer zweiten Stiftung neben der bestehenden Goslarer Stiftung zur Einrichtung des musealen Verbundes zur Anerkennung des Oberharzer Wasseregales als Ergänzung zum bestehenden Weltkulturerbe betrieben. Damit wäre eine Spaltung der Zuständigkeiten für das Weltkulturerbe festgeschrieben, das eine Anerkennung der Ergänzung ausgeschlossen hätte.

Dies haben die CDU-Fraktionen im Kreistag und im Rat der Stadt Goslar verhindert. Sie haben in Kenntnis der Rechtslage immer die Schaffung nur einer Stiftung unter Einbeziehung der Stadt Goslar gefordert. Sie lehnen Herrn Professor Roseneck als anerkannten Fachmann in wichtiger Funktion in der neuen Organisation nicht grundsätzlich ab. Aber die Person Professor Roseneck darf nach den auch gerichtlich inzwischen erwiesenen Verfehlungen im Rammelsbergmuseum nicht verhindern, dass der museale Verbund im Westharz zustande kommt, das Oberharzer Wasserregal ergänzend als Weltkulturerbe anerkannt wird und damit die Museen insbesondere das Oberharzer Bergwerksmuseum erhalten werden.

In einem hektisch vorbereitem Entwurf einer Vereinbarung zum gemeinsamen Management des Weltkulturerbes , die am 21.06.2010 quasi ohne richtige Beratungsmöglichkeit der Fraktionen im Kreistag verabschiedet werden muss, um überhaupt noch eine Chance für die Anerkennung des Oberharzer Wasserregals als Weltkulturerbes zu erhalten, sind zwar die Harzwasserwerke und die Stiftung Braunschweiger Kulturbesitz im Lenkungsgremium vertreten, die Rammelsberg Museums GmbH als Betreiber des wichtigsten Bestandteils des Weltkulturerbes bleibt aber außen vor. Die CDU-Gremien fordern daher deren Beteiligung im Lenkungsgremium.

Die Hauptverwaltungsbeamten des Westharzes, allesamt der SPD angehörig, haben mit ihren groben Fehleinschätzung der rechtlichen Verhältnisse die wichtige Entwicklung der Weltkulturerbelandschaft Harz, den musealen Verbund und damit die Existenz wichtiger Einrichtungen wie das Oberharzer Bergwerksmuseum gefährdet.

Die CDU-Fraktion in Landkreis und Stadt Goslar werden sich keiner Zustimmung verweigern, die diese Defizite der zurückliegenden Jahre zum Wohle der gewünschten Entwicklung im Harz bereinigen.



aktualisiert von Redaktion, 23.06.2010, 09:27 Uhr


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