CDU-Kreisparteitag setzt ein Zeichen für den Erhalt des Odeon-Theaters in Goslar
Um ein deutliches Zeichen für den Erhalt des Odeon-Theaters in Goslar zu setzen, hatte sich der CDU-Kreisverband Goslar kurzfristig entschlossen, seinen Parteitag in diesem historischen Gebäude durchzuführen. Und so stand auch dieser Kreisparteitag ganz im Zeichen des für die Bundes-CDU so geschichtsträchtigen Ortes, über dessen Fortbestand zur Zeit heftig gerungen wird.
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| Dr. Andreas Grau (r.) überreichte Rudolf Götz ein Foto von Konrad Adenauer. Foto: Ahrens |
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Kreisvorsitzender Rudolf Götz konnte als Gast Dr. Andreas Grau von der Konrad-Adenauer-Stiftung willkommen heißen, der in seinem Grußwort den detaillierten Ablauf des ersten Bundesparteitages der CDU am 20. Oktober 1950 in eben diesem Odeon-Theater Revue passieren ließ. Als Präsente für die Kreisgeschäftsstelle überreichte Grau dem Kreisvorsitzenden ein Foto von Konrad Adenauer und eine Originaleinladung zu diesem ersten Parteitag der CDU Deutschlands in Goslar.
Rudolf Götz forderte in seiner Rede, dass das Odeon erhalten bleiben müsse. "Wir wissen, dass es eine große Herausforderung ist, das Gebäude zu sanieren und somit zu erhalten. Wir sagen als CDU durch unsere Repräsentanten jede erforderliche Unterstützung zu."
Und diesen Worten folgten auch Taten, denn die im Verlauf der Veranstaltung in Umlauf gebrachte Spendendose enthielt den Betrag von 750 Euro. Dieses Geld wird an die Interessensvertretung des Odeon-Theaters weitergeleitet.
Auch Landtagsabgeordnete Dorothée Prüssner und Bürgermeisterin Gudrun Pfeiffer wiesen in ihren Begrüßungsreden auf die immense Bedeutung des Odeon-Theaters für die Stadt Goslar und die Region hin.
Dorothée Prüssner sprach das Verhalten der rotdominierten Ratsvertretung an, die es versäumt habe, rechtzeitig und entsprechend auf den Sanierungsbedarf des Theaters zu reagieren. Ihrer Meinung nach werde so der innere Frieden der Stadt aufs Spiel gesetzt.
Gudrun Pfeiffer machte deutlich, wie wichtig ein schnelles Handeln sei. Schließlich stünden für die Spielzeit 2010/11 noch die finanziellen Mittel aus, um die entsprechenden Ensemble zu engagieren.
Die beiden Bundestagskandidaten Dr. Hans Georg Faust und Jochen-Konrad Fromme appellierten in ihren Grußworten an die Parteimitglieder, in diesen letzten Wochen vor der Wahl die Kräfte noch einmal zu bündeln und zu mobilisieren, damit nach dem 27. September ein bürgerliche Mehrheit das Land regieren könne.
Die SPD dagegen hänge derzeit am Abschlepphaken der Linken, so Dr. Faust. Seiner Ansicht nach würden angestrebte Koalitionen von Rot-Rot in Thüringen und im Saarland zu einer Schwächung des Immunsystems von ganz Deutschland führen.
Auch Jochen-Konrad Fromme bezeichnete das Konzept der SPD als "nicht rund". Für ihn ist eine Koalition von CDU und FDP unabdingbar, um zu verhindern, dass die Linken Einfluss auf die Politik bekommen. Es sei weder in der Landes- noch in der Bundespolitik hinnehmbar, dass die Linken mitregierten.
Als Gastredner des Parteitages fungierte der Generalsekretär der CDU in Niedersachsen, Ulf Thiele, der zum Thema "Den Norden stärken" referierte. Seiner Ansicht nach müssten drei Ziele angestrebt werden. Zum einen die Stärkung des Mittelstandes, dann die notwendigen Investitionen in die Infrastruktur und in die Entwicklung der regionalen Stärken. So müsse gerade für den Harz der Tourismus durch eine Bündelung der Kräfte weiter vorangetrieben werden.
Ein Antrag auf freiwillige kommunale Neuordnung wurde angenommen. Hierbei geht es vor dem Hintergrund des demographischen Wandels und der wirtschaftlichen Entwicklung der Region verbunden mit der angespannten finanziellen Situation darum, eine Diskussion anzustoßen, um neue und effizientere Organisationsstrukturen einzuführen. Fraktionsvorsitzender Dr. Hubertus Köhler machte die dringende Notwendigkeit eines Umdenkens in der Verwaltung deutlich. "Wir stehen im Recht und in der Pflicht, zur kommunalen Selbstverwaltung und sollten dies verantwortungsbewusst wahrnehmen und nicht von der Landesregierung Lösungen einfordern", so Dr. Köhler.
Neben den umfangreichen Delegiertenwahlen für die Parteitage Niedersachsen und Braunschweig sowie für den Landesausschuss Braunschweig wurde Susanne Scherb aus Goslar zur Schriftführerin des Kreisverbandes gewählt. Petra Ahrens
aktualisiert von Petra Ahrens, 06.09.2009, 13:24 Uhr |