Rudolf Götz besucht Holz-Reimann und Herzog-Julius-Klinik in Bad Harzburg
Im Rahmen eines Besichtigungstages in Bad Harzburg stattete Landtagsabgeordneter Rudolf Götz mit den CDU-Ratsmitgliedern Monique Wilfling, Hannelore Herberger, Oliver Pake und Bernhard Düsing der Firma Holz-Reimann in Harlingerode und der Herzog-Julius-Klinik einen Besuch ab.
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| Geschäftsführer Klaus Reimann der Firma Holz-Reimann (3. v. r.) beim Betriebsrundgang mit MdL Rudolf Götz (r.) und den CDU-Ratsmitgliedern von Bad Harzburg. Foto: Ahrens |
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Geschäftsführer Klaus Reimann berichtete davon, dass die Bruno Reimann GmbH & Co. KG bereits im Jahr 1948 von seinem Großvater gegründet wurde. Großer Wert wird auch heutzutage noch darauf gelegt, dass das Holz aus den heimischen Wäldern stammt. Derzeit arbeiten 75 Mitarbeiter im Unternehmen, das sich neben den herkömmlichen Schwerpunktbereichen Holzernte, -handel und -logistik vor allem mit dem neuen Bereich der Holzenergie beschäftigt. So kommt gerade dem Verkauf von Kaminholz, Pellets und Hackschnitzeln eine immer größer werdende Bedeutung zu. Dem Bereich "Holz im Garten" mit einem wachsenden Sortiment an Zäunen, Gartenhäusern oder Carports kann seit dem Zukauf des benachbarten Grundstücks der Firma Reinecke ebenfalls besser Rechnung getragen werden.
Große Vorteile für die Belieferung seiner Kunden in Deutschland, Dänemark, den Niederlanden, Österreich und der Schweiz sieht Klaus Reimann neben dem herkömmlichen Frachtverkehr mit seiner 42 Fahrzeuge umfassenden Flotte vor allem im Transport mit der Bahn.
So besitzt die Firma zwei Verladebahnhöfe in Herzberg und Langelsheim. Rund 45 bis 50 Lkw-Ladungen können so auf einen Zug verladen werden.
Diese Transportart sei vor allem nach Sturm "Kyrill" zum Einsatz gekommen, da die riesigen angefallenen Holzmengen schnellstmöglich zur Weiterverarbeitung in weniger betroffenen Gebiete, sprich an ein Sägewerk in Bayern, verschickt werden mussten. So hätten sich die Niedersächsischen Landesforsten mit der Firma Holz-Reimann und der Güterabteilung der Deutschen Bahn in Verbindung gesetzt und den Abtransport organisiert. Rund 1.000 Waggons mit Sturmholz seien auf diese Art und Weise nach Süddeutschland gebracht worden, berichtete Reimann weiter. Damit wurden 3,5 Millionen Kilometer Fahrten mit dem Lkw gespart.
Die Hinzunahme der ehemaligen Gärtnerei auf dem Nebengrundstück im Harlingeröder Finkenbrink dient nunmehr dazu, verschiedenen Anbietern von Holzheizsystemen einen Ausstellungsraum zu bieten. Selber wolle man, laut Klaus Reimann, nicht mit derartigen Holzheizungen handeln. Man biete lediglich die Brennstoffe dafür an. So werden Holzpellets in modernsten Pumpwagen und Hackschnitzel in Schubboden- oder Container-Lkw beim Verbraucher angeliefert. Für die Trocknung des Kaminholzes verwende man die Abwärme eines Blockheizkraftwerks der Stadtwerke.
Kritik äußerte der Geschäftsführer an dem Verhalten der örtlichen Banken, die durch eine ablehnende oder unzureichende Vergabe von Krediten der heimischen Wirtschaft die Entwicklungsmöglichkeiten nähmen. Als gut bezeichnete Reimann dagegen die Zusammenarbeit mit der Kommune.
Beim Besuch in der Herzog-Julius-Klinik gab Geschäftsführer Kurt Josef Michels einen Einblick in die Einrichtung, die nunmehr seit 1988 besteht.
In dieser Reha-Klinik werden pro Jahr 1.300 Patienten aus den HEH-Klinken Braunschweig und 600 bis 700 Patienten aus dem Fritz-König-Stift weiter therapiert. Die Auslastung der Herzog-Julius-Klinik bezifferte Michels mit 96 bis 97 %.
Der Altersdurchschnitt der vor allem an Hüfte, Knie, Schulter und Bandscheibe Operierten liegt bei 70 Jahren.
Michels monierte, dass der Krankenkassensatz seit Jahren pro Tag bei lediglich 99 Euro liegt. Dass trotz allem keine betriebsbedingten Kündigungen bei den insgesamt 85 Angestellten ausgesprochen werden müssen, liegt daran, dass eine Umverteilung der Arbeitskräfte stattfindet, wenn im September die Barbarossa-Klinik in der Herzog-Julius-Straße eingeweiht wird. Diese Klinik wird schwerpunktmäßig Neurologie-Patienten aufnehmen und vorerst mit 44 Zimmern beginnen. Endziel wird jedoch ein Klinik-Komplex mit insgesamt 144 Betten sein. Die Neurologie bezeichnet Kurt Josef Michels als krisenfesteren Bereich der Medizin, während sich die Orthopädie immer mehr auf die häusliche Nachsorge verlege.
Insgesamt legt die Michels-Gruppe, die zudem noch Kliniken auf Norderney, in Brandenburg und in Sachsen unterhält, ihre Schwerpunkte auf Reha, Pflege und Hotellerie. Wellness und Prävention spielen dagegen keine Rolle. Petra Ahrens
aktualisiert von Petra Ahrens, 17.05.2009, 12:54 Uhr |