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03.02.2010, 09:58 Uhr Übersicht | Drucken
Alfelder Fagus Werk soll UNESCO-Weltkulturerbe werden.
Welterbeförderung weiterhin ein Problem.


Das Fagus Werk im niedersächsischen Alfeld wird gemeinsam mit den "Deutschen Buchenwäldern" dem Welterbekomitee der UNESCO zu seiner Sitzung im Sommer 2011 für eine Aufnahme in die Liste des Kultur- und Naturerbes der Welt vorgeschlagen. Darauf hat die Kultusministerkonferenz am Dienstag in Bonn hingewiesen. Diese Nominierungen sind dem Auswärtigen Amt zur Weiterleitung an die Ständige Vertretung der Bundesrepublik Deutschland bei der UNESCO in Paris vorgelegt worden.



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Das Fagus Werk in Alfeld.
Das Fagus Werk gilt weltweit als Ursprungsbau der Moderne. Als der junge Architekt Walter Gropius 1911 mit dem Bau in Alfeld begann, nahm er mit seiner Gestaltung vorweg, was sich erst Jahrzehnte später durchsetzen sollte. Die historische Bedeutung des Fabrikkomplexes liegt in seiner Eigenschaft als Frühwerk des Neuen Bauens, der Neuen Sachlichkeit.
Die von Walter Gropius geschaffene Architektur des Fagus Werkes stellt zum einen ein "Meisterwerk der menschlichen Schöpferkraft" dar. Zum anderen dokumentiert sie anschaulich den bedeutenden Wandel menschlicher Werte in Bezug auf die Entwicklung der Architektur.
Mit der Anerkennung als Weltkultur- bzw. -naturerbe übernehmen die Träger dieser Einmaligkeiten eine hohe Verantwortung, die oft einen enormen finanziellen Aufwand nach sich ziehen. Bund- und Land sind  daher gefordert, im Rahmen der Genehmigungen auch dabei zu unterstützen, dass eine langfristige und nachhaltige Finanzierung für den Erhalt, die Betreuung und die Vermittlung dieser Welterberstätten sicher gestellt ist. Insbesondere wäre eine angemessene planungssichere Beteiligung dafür fest zu schreiben.



03.02.2010, 10:29 Uhr


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